Identsystem

Identsystem für Restabfall-, Bio- und Papiertonnen

Ihre Tonne ist unverwechselbar

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland (AWB) hat bisher rund 170 000 Restmüll- und Biotonnen mit einem Chip und einem weißen so genannten Identaufkleber ausgerüstet. Der seitlich am Behälter angebrachte Identaufkleber zeigt an, dass der Behälter mit einem Chip versehen ist. Auch die Entsorgungsfahrzeuge wurden mit den notwendigen Lesegeräten ausgestattet, so dass sich das Identifikationssystem seit Juli 2015 im regulären Betrieb befindet. Somit werden ab sofort ausschließlich Restmüll- und Biotonnen mit Chip geleert.

Nachdem im Jahr 2014 in einer flächendeckenden Aktion alle seinerzeit bereitgestellten Restmüll- und Biotonnen mit einem Chip ausgerüstet worden sind, folgt im Zeitraum März bis Mai 2020 die Chip-Ausrüstung sämtlicher Papiertonnen und Papiercontainern.
Im Laufe der nächsten Wochen und Monate werden alle Objekteigentümer sukzessive schriftlich informiert. Der AWB bittet alle Bürgerinnen und Bürger, Papiertonnen und Papiercontainer an dem im Anschreiben genannten Termin zur Chip-Ausrüstung bereitzustellen. Davon betroffen sind auch Papiertonnen, die mit einem Logo, beispielsweise einer karitativen Einrichtung (Kolping, Cape Kids), beschriftet sind. Vermieter werden gebeten, ihre Mieter entsprechend zu informieren und dafür zu sorgen, dass die am Mietobjekt verwendeten Papierbehälter termingerecht zur Ausrüstung bereitstehen. Sobald an der linken Behälterseite der weiße Identaufkleber mit der Jahreszahl 2020 angebracht wurde, ist die Ausrüstung abgeschlossen. Selbstverständlich können die Papierbehälter während der Ausrüstungsphase wie gewohnt befüllt werden.

Die Chip-Ausrüstung der Papiertonnen dient vorrangig zur Bestandsaufnahme aller im Landkreis Emsland genutzten Papierbehälter. Dadurch ist nachvollziehbar, wo Papiertonnen stehen, welche möglicherweise vertauscht oder ob und wann diese geleert wurden. Das so genannte Identsystem für Abfallbehälter ermöglicht grundsätzlich eine effizientere Abfuhrplanung, bessere Auslastung der Sammelfahrzeuge, dadurch weniger CO²-Ausstoß und Verbesserung des Kundenservices. Trotz sinkender Erlöse bei der Vermarktung des Altpapiers ist die Einführung einer Abfallgebühr für privat genutzte Papiertonnen und Papiercontainer zurzeit nicht vorgesehen.   

Bisher noch nicht registrierte Restmüll-, Bio- oder Papiertonnen können im Kundencenter unter der Telefonnummer 05931/44-300 angemeldet werden. Darüber hinaus steht ein Formular zur Nacherfassung zur Verfügung, dass Sie online ausfüllen und uns direkt übermitteln können: Formular zur Nacherfassung von Papiertonnen und Papiercontainern.

Bitte beachten!

Um das reibungslose Auslesen des Chips zu ermöglichen, stellen Sie die Behälter zur Entleerung bitte unbedingt mit der Deckelöffnung nach vorne (zur Straßenseite) bereit, besten Dank.

Hintergrundinformationen & Wissenswertes zum Identsystem

Das so genannte Identsystem bietet zahlreiche Vorteile:

  • Eindeutige Zuordnung der Abfalltonnen zum jeweiligen Grundstück.
  • Mehr Gebührengerechtigkeit: Nach vollständiger Systemeinführung werden nur noch veranlagte Abfalltonnen geleert, die mit einem Chip ausgerüstet sind.
  • Verbesserter Bürgerservice: Es ist jederzeit nachvollziehbar, ob und wann ein Behälter entleert wurde.
  • Effizientere Abfuhrplanung.
  • Inventarisierung der Abfallbehälter.
  • Optimierte Behälterverwaltung.

Wichtig

Der Chip enthält lediglich eine einmalige Identifikationsnummer und keine personenbezogenen Daten.

FAQ Fragen und Antworten zum Identsystem

Warum wurde das Identsystem eingeführt?

Alle Restabfall-, Bio- und Papiertonnen haben eine eigene Identifikationsnummer erhalten, um sie in Zukunft eindeutig einem Grundstück bzw. einem Grundstückseigentümer zuordnen zu können. Dazu wurden die Tonnen mit einem Chip ausgerüstet. Dieser ermöglicht eine automatische Identifizierung des Behälters während des Leerungsvorgangs. Die Abfalltonnen können also künftig nicht mehr verwechselt werden.

Welche Vorteile bringt das Identsystem?

Zunächst einmal einen verbesserten Service für Sie als unsere Kunden. Künftig ist nachvollziehbar, wo zugelassene Abfalltonnen stehen, welche Tonnen evtl. verloren gegangen sind bzw. vertauscht wurden oder ob und wann ein Abfallbehälter geleert wurde. Diese Informationen sind wichtig, um Ihre Fragen zu evtl. Unstimmigkeiten bei der Abfuhr schnell und zuverlässig beantworten zu können. Das System führt im Interesse aller Gebührenzahler auch zu mehr Gebührengerechtigkeit. Zukünftig werden nur noch Abfalltonnen geleert, die mit einem gültigen Chip ausgerüstet sind. So genannte Schwarztonnen werden also künftig nicht geleert. Nicht zuletzt gewährleistet das Identsystem eine effizientere Abfuhrplanung und verringert damit die Kosten.

Welche Informationen sind auf dem Chip gespeichert?

Im Chip ist lediglich eine Behälteridentifikationsnummer gespeichert, die zukünftig bei der Leerung ausgelesen wird und die nur im Zusammenhang mit den beim AWB hinterlegten Daten zugeordnet werden kann. Er enthält keine personenbezogenen Daten.

Können fremde Personen meine persönlichen Daten auf dem Chip auslesen?

Nein, hierfür braucht man ein Spezialgerät; außerdem ist im Chip nur eine Behälternummer gespeichert und keine personenbezogenen Daten.

Ich bin am Ausrüstungstermin nicht zu Hause (z.B. im Urlaub) und kann die Tonnen nicht bereitstellen.

Bitten Sie zum Beispiel einen Ihrer Nachbarn um diesen kleinen Gefallen.

Muss ich dem Ausrüstungsteam Zugang zu meinem Grundstück gewähren?

Nein, bitte stellen Sie die Abfalltonnen direkt an der Grundstücksgrenze bereit, dadurch ist das Betreten nicht erforderlich.

Kann der Chip durch Witterungseinflüsse oder beim Reinigungsvorgang beschädigt werden?

Die Chips sind aus Kunststoff und unempfindlich gegen Nässe, Hitze und Frost. Da sie inliegend montiert sind, werden sie bei der Reinigung nicht beschädigt.

Welche Angaben enthält der weiße Aufkleber, der dauerhaft an jedem Abfallbehälter angebracht wird?

Auf dem weißen Aufkleber ist sichtbar aufgedruckt: Eine Behälternummer, die Behältergröße und Abfallart sowie der Straßenname, Hausnummer und Wohnort. Die Behälternummer ist zusätzlich als Strichcode dargestellt.

Wie funktioniert die Behälteridentifikation in der Praxis?

Die Entsorgungsfahrzeuge sind mit einem speziellen Lesegerät ausgerüstet. Während des Schüttvorganges findet ein Datenabgleich mit den beim AWB gespeicherten Behälterdaten statt. Das System erkennt automatisch nicht registrierte oder auch am selben Tag mehrfach zur Abfuhr bereitgestellte Abfallbehälter.

Wann geht das Identsystem in Betrieb?

Das Identsystem ist seit Juli 2015 in Betrieb.

So funktioniert das Identsystem: Die Entsorgungsfahrzeuge werden mit einem speziellen Lesegerät ausgerüstet. Beim Leerungsvorgang findet ein Abgleich mit den beim AWB registrierten Behälterdaten statt. Das System erkennt automatisch nicht registrierte oder auch am selben Tag mehrfach zur Abfuhr bereitgestellte Restabfall-, Bio- und Papiertonnen. Abfallbehälter ohne Chip werden künftig nicht mehr geleert. Das Identsystem führt damit im Interesse aller Gebührenzahler auch zu mehr Gebührengerechtigkeit.