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Mehr Sicherheit bei der Abfallsammlung

„Der Müll darf nur dort abgeholt werden, wo das Sammelfahrzeug vorwärts zu den Standplätzen von Abfallbehältern und gelben Säcken fahren kann. Insbesondere betroffen davon sind Anwohner in Stichstraßen und Sackgassen ohne Wendemöglichkeit“, erklärt Heinz Bökers , Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Landkreis Emsland ( kurz: AWB )

Festgelegt ist dies in einer so genannten Branchenregel für die Abfallwirtschaft, die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter Mitarbeit der Berufsgenossenschaft Verkehr herausgegeben wurde. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen dazu, für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten zu sorgen. In diesen konkreten Regelungen geht es um einen erhöhten Arbeitsschutz und Vorschläge für die Vermeidung von Unfällen bei der Abfallsammlung. „Insbesondere das Rückwärtsfahren von Entsorgungsfahrzeugen, bei dem bundesweit immer wieder schwere Unfälle mit Beschäftigten aber auch Passanten passieren, steht hierbei im Blickpunkt. Die Abfuhrplanung dürfe keine Rückwärtsfahrten enthalten“, so Bökers.

In Zusammenarbeit mit den beauftragten Entsorgungsunternehmen PreZero Service Emsland ,Spelle,  und Theo Augustin Städtereinigung, Meppen hat der AWB die Gefahren aller Straßen im Kreisgebiet zum Beispiel nach Durchfahrtsbreite, Wendemöglichkeiten, Hindernissen oder regelmäßigem Falschparken von einem Fachbüro bewerten lassen. Eine Vielzahl von Sackgassen und Stichstraßen sind von der Regelung betroffen. Im Kreisgebiet Nord wurden insgesamt rund 550 Straßen, im Kreisgebiet Mitte rund 420 Straßen und im Kreisgebiet Süd rund 320 Straßen ermittelt, in denen bislang rückwärts gefahren wird.

Bei diesen Straßen werden zurzeit in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden Einzelmaßnahmen geprüft wie z.B. bauliche Veränderungen an Wendeanlagen, Beseitigung von Hindernissen, Rückschnitt von Grünbewuchs, Einrichtung von Halteverboten oder die Festlegung von neuen Behälterstandplätzen.

Welche Regelungen für betroffene Straßenzüge im gesamten Kreisgebiet umgesetzt werden, steht endgültig nach der umfänglichen Überprüfung fest. Der Abfallwirtschaftsbetrieb informiert die betroffenen Anwohner rechtzeitig schriftlich von den für sie relevanten Regelungen.

„Wegen der Gefährdung ist es von höchster Priorität, Rückwärtsfahrten zu vermeiden. Erst wenn alle Möglichkeiten geprüft sind, wird entschieden, ob eine Ausnahme gestattet und gefahrlos durchgeführt werden kann. Wir werden dort, wo das Rückwärtsfahren aus Gründen der Sicherheit nicht erlaubt werden kann, die Bürger um ihre Mitwirkung bitten“, bittet Bökers um Verständnis.

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